- lab.info -
Faq & Support | Sitemap
Allgemeines
Biologische Einflüsse
Technische Einflüsse
Blut
Harn
Liquor
Fruchtwasser
Stuhl
Abstrich
Ausstrich
Sputum
weitere ...
Technische Einflüsse

Abnahmetechnik

Individuelle Einflussgrößen sind bei den jeweiligen Specimen detailliert beschrieben.

Transport

Hier kommt Text und Bilder über und von Transportgefäßen hinein.
ADR Richtlinie.
Schütteln (zB Rohrpost) – Hämolyse.

Zentrifugation

Überprüfen Sie die korrekte Platzierung der Röhrchen im Zentrifugeneinsatz. Die Verwendung ungeeigneter Zentrifugeneinsätze kann ein Ablösung der Verschlusskappen vom Röhrchen verursachen.
Um Nachgerinnungen (Bildung von Fibrin) im Serum zu vermeiden, sind Serum-Röhrchen erst mindestens 30 Minuten nach der Blutabnahme zu zentrifugieren. Nachgerinnungen können zu Verunreinigungen der Analysengeräte und zur Verfälschung von Analysenresultaten führen.
Empfohlene g-Zahlen und Zeiten

Lagerung

Unter Stabilität wird die Fähigkeit des Probenmaterials verstanden, bei Lagerung unter definierten Bedingungen die ursprüngliche Konzentration einer Messgröße (Analyt) für eine definierte Zeitspanne innerhalb festgelegter Grenzen zu halten.
Die Stabilität ist eine individuelle Eigenschaft des Analyten und im wesentlichen abhängig von
-
Zeit
-
Temperatur
-
Licht
-
Probenmatrix (In-vitro-Stoffwechsel: zB Glykolyse, Glucose sinkt und Lactat steigt – kann durch die Zugabe eines Glycolysehemmers wie Na-Fluorid vermeiden werden.)

Zeit

Die Zeit ist eine Variable, die bei vielen Anaylten zu unterschiedlichen Beeinflussungen führt. Sie ist in jeder Phase der Präanaltik relevant und oft in unmittelbarem Kontext zur Temperatur zu berücksichtigen (zB Zeitpunkt der Blutabnahme, Dauer der Venenstauung, Zeit zwischen der Blutentnahme und der Zentrifugation, biologische Halbwertszeit, Sammelzeit bei Harnen, Stabilität von Gerinnungsfaktoren, etc.).

Temperatur

Die Temperatur wirkt sich nicht nur in vivo, sondern auch in vitro sehr stark auf den Stoffwechsel und den damit verbundenen, regulativen Konzentrationsschwankungen der Analyte aus. Bei einigen Analyten (zB Ammoniak oder Homocystein) ist die in vitro Verlangsamung der zellulären Aktivität durch eine Kühlung der Probe unerläßlich für die korrekte Beurteilung der in vivo Stoffwechsellage.

Auch ist die Stabilität von Serum oder Plasma abhängig von der Lagertemperatur. Die Stabilität ist im Allgemeinen bei –20°C > 4 - 8°C > 25°C.

Licht

Lichtempfindliche Substanzen werden durch den Einfluss des Lichtes in ihrer Stabilität wesentlich beeinflusst und sind lichtgeschützt zu lagern und zu transportieren. Besonders lichtempfindlich sind zB:

Bilirubin (Serum, Plasma, Harn)
Porphobilinogen (Harn)
Porphyrine (Harn)
_-Aminolävulinsäure (Harn)
Kreatininkinase und Isoenzyme (Serum, Plasma)
Folat (Serum, Plasma, Hämolysat)
Vitamine: A, B2, B6, B12, D, E, K (Serum, Plasma)
Pyridinium crosslinks (collagen crosslinks) (Harn, nur UV-Licht)
Retikulozyten (Durchflußzytometrie)

Interferenzen

Proben, die hämolytisch (zB Abnahmefehler oder Lagerung bei tiefen Temparturen), lipämisch (zB Patient nicht nüchtern) oder ikterisch sind, eignen sich nur bedingt für die Laboranalytik. Ist es unumgänglich, solche Proben zu analysieren, so müssen die Resultate mit besonderer Vorsicht interpretiert werden.
Hämolyse

Hämolyse ist eine häufige Fehlerquelle bei der Durchführung klinisch-chemischer Analysen. Unter Hämolyse versteht man das Austreten von Bestandteilen der Blutzellen in das Serum oder Plasma.
Mit dem Auge kann man eine Hämolyse im Serum ab einer Konzentration von ca. 300 mg Hb/l erkennen. Man unterscheidet zwischen intravasaler Hämolyse und Hämolyse infolge Beeinflussung durch äußere Faktoren.
Es existieren zB folgende Ursachen für fehlerhafte Analysenergebnisse:
Lipämie

Lipämische Sera sind solche, bei denen man eine milchige Trübung beobachtet, die durch Chylomikronen (Fetttröpfchen) nach Aufnahme fettreicher Kost hervorgerufen wird. Ein Serum erscheint ab einer Triglyceridkonzentration von > 400 mg/dl (> 4,5 mmol/l) sicher als trüb (abhängig von der Lipoproteinzusammensetzung).

Lipämie tritt vorwiegend dann auf, wenn die Blutentnahme am nicht nüchternen Patienten durchgeführt wird.
Beeinflussung durch Lipämie
-
Erhöhungen (+)
zB Bilirubin, Cholesterin oder CRP.
-
zB Alkal. Phosphatase, Gerinnungsfaktoren, GGT oder Kalium.
Bilirubinämie

Ikterische Seren sind solche, die sich durch eine intensive Eigenfarbe (gelb/grün) auszeichnen. Die Gelbfärbung ist auf das beim Ikterus vermehrt im Serum auftretende Bilirubin zurückzuführen.
Gestört werden zB die Bestimmungen folgender Analyte:Cholesterin, Creatinin oder Harnsäure.

Viele dieser Störungen sind methoden- bzw. herstellerabhängig (bichromat. Messung, Leerwert, usw.).
Färbungen
Gerinnsel
Medikamente

Informationen

Folgende Angaben sind zur korrekten Auftragsbearbeitung, Plausibilitätskontrolle, konsiliarische Beratung, Befundinterpretation und weiterführende Analysen unerläßlich:
-
Name, Geburtsdatum und Geschlecht des Patienten (bei Blutgruppenserolgie obligatorisch)
-
Abnahmedatum und -uhrzeit
-
Schwangerschaftswoche (SSW) oder Zyklustag
-
Harnsammelmenge und -sammelzeit
-
Diagnose/Verdachtsdiagnose
-
Impfzeitpunkt
-
Krankenversicherung bzw. Adresse des Patienten (bei privatem Kostenträger)
-
Name und Anschrift des zuweisenden Arztes

weitere ...